Treffen am 16. Juli 2019

Treffen am 16. Juli 2019

Am 16. Juli haben sich ca. 60 interessierte Bürger auf der Terrasse vom Sportvereinzentrum Peb 2 im Arbachtal getroffen.

Die Teilnehmer haben sich informiert, haben aktiv diskutiert und Ihre Fragen wie Vorstellungen auf Karten gesammelt, die dann das Orgateam ausgewertet hat. Hier das Ergebnis:

Über die Veranstaltung hat der GEA umfassend und positiv berichtet:

Rettet das Arbachtal: wachsen ohneFlächenverbrauch
Wie eine Bürgerinitiative das Arbachtal retten will
RTF1 hat ebenfalls berichtet: https://rtf1.de/news.php?id=23124
(leider ist der Videobeitrag in der Mediathek nicht mehr verfügbar)

Frage 1 – Warum das Arbachtal retten? Argumente und Begründungen

  • Das Arbachtal muss als ideales, leicht erreichbares Naherholungsgebiet für Mensch und Tier erhalten bleiben, und das auch für spätere Generationen. Es gilt dieses einmalige Naturgebiet zu schützen, und dabei sowohl an die Natur, als auch an uns Menschen und die Tiere zu denken. Es geht um den Erhalt von Flora und Fauna, um Artenschutz der Vogelwelt (Kohlraben, Milane, Spechte..), um die Erhaltung von Lebensräumen für Insekten, um die Versorgung von Wildtieren durch das Wasser des Arbach, um Frischluft für uns Menschen und alle Tiere.

  • Es darf keine weitere Versiegelung des Arbachtals geben, da es für die Versorgung Pfullingens und Reutlingens mit frischer Luft sehr wichtig ist; zudem steige die Gefahr weiterer Überflutungen, und die Bebauung würde zu erhöhtem Durchgangsverkehr in den angrenzenden Wohnvierteln führen, verbunden mit zusätzlicher Lärmbelastung der Anwohner und zusätzlicher Luftverschmutzung. Eine weitere Bebauung hätte auch vielfältige Auswirkungen auf Reutlingen, könne u.a. zu Verkehrsstaus am Tunnel führen.

  • Weitere Bebauung sei Naturzerstörung. Es gilt Boden und Landschaft als Lebensgrundlage zu erhalten. Wir brauchen eine Art des Wirtschaftens, ein Wirtschaftssystem, das Natur erhält und nicht zerstört. Eine weitere Bebauung des Arbachtals sei ein Beispiel für unnötigen Flächenverbrauch und Zerstörung von Naturräumen. Demokratisches praktizieren als gemeinsamer Widerstand sei daher notwendig, um dieser Zerstörung entgegenzuwirken.

  • Unsere Kinder werden froh und dankbar sein, wenn das Arbachtal erhalten bleibt, und damit auch die Attraktivität von Pfullingen.

Frage 2 – Was soll die BI tun? Perspektiven und Maßnahmen

  • Vielen war es ein wichtiges Anliegen, dass sie von der BI mit aktuellen Informationen versorgt werden: Zum Wohnraumbedarf und zu Gewerbegebieten, über Bedarfsmeldungen vom Handwerk, wem die Grundstücke gehören, die für weitere Bebauung im FNP vorgesehen sind, was bei nicht genutzten Gewerbeflächen geplant ist, wie die ÖPNV-Anbindung neuer Wohn- oder Gewerbegebiete aussehe, wer dies alles bezahlen könne und ob vom Gemeinderat Vorkaufsrechte beschlossen worden seien. Zudem solle die BI mehr über ihre Anliegen des Naturerhalts publizieren und kundtun, dabei auch die jüngere Generation mit einbeziehen (Infostände, Verteilen von Flyern auch vor Schulen und bei Fridays for Future Demos).

  • Weitere Handlungsempfehlungen: Einfluss auf den Gemeinderat nehmen. Sprechstunden wahrnehmen und die Gemeinderäte selbst ansprechen: „Ist das alles so notwendig?“ und zum Umdenken bewegen. Konstruktiven Input in die Gemeinde einbringen, und neue Lösungen zu finden. „Rettet das Arbachtal“ als Beispiel zur Entwicklung neuer Möglichkeiten von Wohnen, Leben, Arbeiten und im Umgang mit der Erde, der Natur und der Nutzung der Ressourcen.

  • An den Gemeinderat gerichtete Erwartungen: „Im kleinen Anfangen was für den Klimaschutz zu tun“. Vor dem Beschluss von Maßnahmen tatsächlichen Wohn- und Gewerbebedarf ermitteln und klären, welche Gewerbe wir in Pfullingen wollen (und welche nicht!). Als konkrete Maßnahmen wurden benannt: Freies/ Leerstände / Vorhandene Ressourcen feststellen (leerstehende Wohnungen, leerstehende Fabrikgebäude, Brachflächen) und beim belegen besser nutzen. Baulücken schließen. Vertikales Wachstum: Höhere Wohnhäuser mit mehr Einheiten / Gewerbegebäude mehrstöckig bauen. Tiefgaragen bei Sozialwohnungen zulassen wäre flächensparend. (Ob die Versorgung durch Nachverdichtung zu lösen sei, wurde unterschiedlich beurteilt: Von „ist möglich“ bis zu „keine Nachverdichtung“).

  • Neue Ideen für Wohnraumverteilung entwickeln. Städtische Unterstützung der Eigentümer bei der Vermietung von Räumen.
  • Und noch ein Aufgabenpaket für die BI: Viele Mitglieder gewinnen, die Bewohner aufklären und die Öffentlichkeit aktivieren. Auch Reutlingen müsse mehr aktiv werden. Prüfen ob ein Bürgerbegehren sinnvoll sei, einen Bürgerentscheid veranlassen, Juristen mit einbeziehen und prüfen, welches rechtliche Schwert die Bürger haben.

  • Abschließend wurde ein Appell an alle Bürger benannt: Eintreten für die Initiative.


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